Thank you for traveling with Deutsche Bahn…

6:44 im Zug nach Lübeck wird uns langsam bewusst, was wir gerade vorhaben. 732 Km Luftlinie gen Norden liegt der kleine Ort Mjølfjell und wir haben uns im September für Silvester ein Häuschen für 9 Personen gebucht. Eine Woche wollen wir dort Winterurlaub machen, hoffentlich mit Schnee und (vielleicht) Nordlichtern. Das Erreichen des sagenumwobenen Ortes im norwegischen Niemandsland ist per Bahn ohne Probleme zu schaffen. Zumindest in der Planung… Denn wir hatten die Rechnung ohne die Deutsche Bahn gemacht. Im zweiten Zug hatten wir soviel Verspätung,  dass wir die Fähre von Puttgarden nicht bekamen und eine halbe Stunde auf die nächste Fähre warten mussten. Mit 40 Minuten Verspätung kamen wir in Copenhagen an und verpassten unseren Anschlusszug. Wir fuhren mit einer Stunde Verspätung weiter und erreichten mit Mühe und Not Göteborg.

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Hier sitzen wir nun mit einem großen Stapel Wanderrucksäcke und kommen nicht weiter. Es fährt kein Zug mehr von Göteborg nach Oslo (den Letzten haben wir um 10 Minuten verpasst) und unseren Anschlusszug von Oslo nach Voss erreichen wir auch nicht mehr. Zu schade,  denn dort hatten wir Plätze reserviert. Wenn wir mit unserem Interrail Ticket weiter mit den Zügen fahren wollen, werden wir Mjølfjell nicht vor Übermorgen erreichen- die Anschlusszüge liegen schlichtweg zu schlecht.

Glücklicherweise gibt es den Fernbus und um 2 Uhr nachts fährt einer von Göteborg nach Oslo. Die zusätzlichen Ausgaben sind genauso teuer, wie eine Nacht im Hostel und durch den Fernbus können wir morgen früh weiter nach Voss. Wir haben jetzt noch knapp 5 Stunden auf der „central station“ von Göteborg, aber wir sind frohen Mutes. Endlich Ferien! Endlich Skandinavien!

Außerdem wimmelt es hier von Weihnachtspokémon und das WLAN ist frei zugänglich. Noch einen Bummel durch die Innenstadt von Göteburg mit Salzlakritzbrownie und die Verspätung ist (fast) wieder gutgemacht.

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Da der Fernbus erst um 2:15 in der Nacht fährt und der Bahnhof bereits um 1 Uhr nachts schließt, verbringen wir noch gut eine Stunde im McDonalds in und schauen dem Feiervolk beim Mitternachtssnack zu. Alle nochmal aufs Klo, dann stehen wir auch schon am Busterminal und warten auf den Bus. Als um 2:30 der Bus immer noch nicht da ist, liegen die Nerven blank und unsere Füße werden allmählich zu Eisklumpen. C und ich fangen an Skigymnastik Übungen zu machen; A. singt jeden Ohrwurm, der ihr durch den Kopf geht (und das waren sehr viele); J. erklärt immer wieder, dass sie ihren Lebtag Flashbacks zu jener Nacht in Göteborg haben wird und A. (die zweite) hat sich mittlerweile mit dem Gedanken abgefunden ein paar Zehen zu verlieren.

Drei Disney-Lieder, 40 JumpingJacks und eine Menge Flüche später erklärt uns der Busfahrer eines anderen Busses, das unser Bus genau eine Stunde Verspätung hat. Sie verfolgt uns die verflixte eine Stunde 😀

Wir haben Oslo in dieser Nacht wirklich noch erreicht und wir konnten im verspäteten Bus sowohl Wärme tanken, als zwei bis drei Stunden schlafen. Das war auch gut so, denn in Oslo erwartete uns ein retardierendes Moment.

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