Große Städte… (Dublin und Galway)

Anika und ich haben spontan im Dezember beschlossen, das wir das neue Jahr mit einer Reise nach Irland starten wollen. Für mich war eine Auszeit bitter nötig, denn der Grund für die Stille auf unserer WG Homepage liegt unter anderem darin, dass ich im Jahr 2017 wirklich viel gearbeitet habe (ich gelobe Besserung was die Arbeit angeht :D). Anika wollte gerne Irland sehen, da sie bereits England, Schottland und Wales bereist hatte. Das war mein Glück, denn Anika ist ein Ass in der Reiseplanung und zauberte uns beiden einen wunderbaren Schlachtplan für eine Woche mit dem Rucksack durch Südirland.

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Die ersten beiden Tage der Reise haben wir in Dublin verbracht und im Abbey Court Hostel in einem 20er Schlafsaal übernachtet. Dublin ist eine sehr atmosphärische Stadt. Statt des Großstadtflaires versprüht Irlands Hauptstadt Extravaganz vom feinsten. Deutsche Städte haben meist einen mittelalterlich gotischen Einfluss erfahren und davon war in Irland (abgesehen von den Kirchen und Kathedralen) nicht viel zu merken. Sehr erfrischen, denn was einem in Dublin am meisten in das Auge sticht sind die bunten Hausfassaden und die Blumen auf den Fenstersimsen. Die bunten Glasfenster, die Guinesswerbung an den Pubs, die Flaggen über den Straßen und die verschnörkelten Laternen an den Straßenecken. Oscar Wilde ist allgegenwärtig. Seine Zitate findet man an vielen Hausfassaden und es wirkt fast als wäre sein Charme, sein Humor, seine Lebendigkeit, Lebensfreude und außergewöhnliche Pathetik wie warmes Blut in das Herz der Stadt geflossen.

Meine drei Lieblingszitate von Oscar Wilde:

1. “You can never be overdressed or overeducated.”

2. “I choose my friends for their good looks, my acquaintances for their good characters, and my enemies for their good intellects.”

3. “It is absurd to divide people into good and bad. People are either charming or tedious.”

Normalerweise würde ich versuchen Oscar Wilde zu umgehen, denn er ist ein wandelndes Klischee und kann in wirklich jeder Lebenssituation zitiert werden (was auch jeder Depp in jeder Lebenssituation macht…), aber Dublin und Oscar Wilde sind für mich so eng vernetzt, dass ich ihn nicht so einfach auslassen konnte. Eine Stadt voller Poeten, Straßenmusikanten und das Abbey Court Hostel ist voller schöner Grafitti und Malereien an den Wänden.P1180405.JPG

Das Hostel hat uns gut gefallen. Zwar wurde der Hängemattenraum gerade renoviert, aber das Frühstück war inbegriffen und sehr lecker und es gab immer ausreichend Gurkenwasser (und was braucht man mehr im Leben ;D).

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In den kurzen zwei Tagen in Dublin haben Anika und ich das Leprachaunmuseum besucht, die Marsh Library, den Campus des Trinity College, das Viertel um die Temple Bar inklusive Pubbesuch zum Mittagessen, die St. Patrics Cathedral und wir sind natürlich sehr viel durch die Innenstadt gelaufen. Einen Nachmittag habe ich im Zoo verbracht, während Anika im EPIC dem Museum für irische Immigration war. Das Leprachaunmuseum ist für alle jung gebliebennen Seelen da draußen eine gute Empfehlung, denn es gibt eine Führung mit einer Geschichtenerzählerin und das Museum ist sehr auf sensomotorischen Reizen und schönen Geschichten basierend aufgebaut. Die Besucher bekommen die Möglichkeit durch einen Regenbogen zu laufen und einen Kessel voller Gold zu finden, durch ein Feuer zu springen, sich so klein wie ein Leprachaun zu fühlen und einen Wunsch in den Wunschbrunnen (mit Echo!) zu rufen. Für Kinder ist das Museum eher weniger geeignet, denn es ist eher zuhören, als herumtoben angesagt.

Ich hatte bei keiner unserer Dublin Aktivitäten das Gefühl, dass diese „Sehenswürdigkeit“ oder Aktion überbewertet und die Realität eher enttäuschend ist. Wir haben bewusst das Book of Kells ausgelassen und das war eine weise Entscheidung, denn die Marsh Library hatte gerade eine Ausstellung über alle Bücher, die bei ihnen bisher geklaut wurden. Viel interessanter als ein Buch über das Mittelalter bei dem man sich vor Touristen nicht retten kann.

Am dritten Tag der Reise sind wir mit dem Zug nach Galway gefahren und haben dort im Galway City Hostel eingecheckt. Ich hätte an einem fremden Ort viele Kilometer fern der Heimat nicht mehr zuhause sein können. Das Hostel ist sehr sauber, tolle Duschen und vor allem einen großartigen Gemeinschaftsraum. Dort kann man auf den Fensterbänken sitzen und mit einer Decke über den Beinen, Kissen im Rücken und einer warmen Tasse Kakao (inbegriffen) auf den Eyre Square schauen oder einfach nur lesen. Das Personal war wirklich nett und nicht nur höflich – ich kann das meist gut beurteilen, weil meine erste Frage an einem fremden Ort meistens lautet: „Gibt es hier irgendwelche Tiere? Laufen hier Füchse herum?“

In Galway hatte ich bereits im Vorfeld mich informiert und wusste, dass in dem Fluss der durch die Stadt fließt Otter leben. Ohne die Hilfe von Einheimischen ist man jedoch meist nicht in der Lage die Tiere auch wirklich zu sehen. Als ich den Mann an der Rezeption darauf angesprochen habe ich keinen dummen Blick bekommen (das passiert mir sonst leider häufig), sondern ein langes Gespräch über Otter. Klasse! Otter habe ich nicht gesehen, aber ich hatte viel Spaß daran nach ihnen ausschau zu halten.

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Galway fand ich leider ziemlich langweilig…Ich habe bemekt, dass ich kein Stadt Mensch bin und ich unglücklich werde, wenn ich lange Zeit an Häuserfronten entlanglaufe.

Es gab allerdings wieder eine sehr schöne Innenstadt (für alle Menschen die gerne shoppen und flanieren gehen). Und am Abend hatten Anika und ich mehrere Reisende in unserem Hostel kennengelernt und wurden in den Pub mitgequatscht. Den Erlebnissen von anderen Menschen zu lauschen, die alle aus anderenRegionen der Erde stammen und dabei zu merken, dass wir uns alle sehr ähneln ist ein gutes Erlebnis. Wenn das bei einem großen Guiness und irischer Live Musik passiert und am Ende alle die traditionellen Lieder mitsingen ist der Abend wirklich gelungen.

Bucket List- bleibt inspiriert!

  1. Nordlichter sehen
  2. den Balkon für lauschige Sommerabende einrichten (mit Lichterketten und Grill und vielen Himbeeren und Erdbeeren)
  3. jeden Kontinent einmal bereist haben
  4. in einen Buchladen gehen und mit Post-it Notizen in tollen Büchern hinterlassen, die man schonmal gelesen hat
  5. einen Hund (oder zwei, oder drei, oder ein Huskeyrudel…) haben
  6. das Regal im Esszimmer so fest anbringen, dass es niemandem auf den Kopf fallen kann
  7. die „Boekhandel Dominicanen“ in Maastricht besuchen (der älteste Dom in den Niederlanden und gleichzeitig eine Buchhandlung- das ist also ein Anbetungsraum für Bücher)
  8. Sternschnuppen und Sterne sehen an einem Ort an dem es keine zivilisatorischen Lichteinstrahlungen gibt
  9. finanzielle und räumliche Unabhängigkeit um Tieren in Not helfen zu können
  10. das Studium erfolgreich beenden (erstmal Bachelor machen…  C.)
  11. eine eigene Kuh besitzen
  12. kiten können
  13. Pacman auf Lebendgröße spielen
  14. mit dem Harry Potter Express fahren
  15. einmal beim Karaoke-Abend als WG „i wanna be like you“ singen (mit Bananen)
  16. auf den Brocken steigen und nach Luchsspuren ausschau halten
  17. Mundharmonika spielen können (bei Lagerfeuer und mit Cowboyhut)
  18. im Dovrefjell wandern (für mehrere Tage)
  19. eine Kletterwand für unsere Katzen an der Wand und Decke im Flur anbringen
  20. ein gutes Nickerchen (√)
  21. mit einem Hundeschlitten reisen
  22. lernen, wie der leckere ägyptische Eistee im Resonanz in Kiel gemacht wird
  23. mit einem Walhai schnorcheln (das ist stressiger, als man denkt, weil die sehr schnell schwimmen)
  24. Les Miserables lesen
  25. Hühner haben
  26. auf Island zwischen den Kontinenten tauchen
  27. mit Pfeil und Bogen schießen können (Sophie)
  28. einen Mondfisch sehen
  29. eine kleine Cabin in den nordischen Wäldern besitzen die im Winter verschneit und im Sommer voller Mücken ist und die man mit Kinderlachen füllen möchte
  30. das Meer beim Skagarrak anschauen ( Sophie)P1000318
  31. einmal eine Wüste sehen (irgendeine, völlig egal- einmal Wüste!)
  32. bei Meeresleuchten Nachtbaden ( Sophie)
  33. Australien ( Anika) und Neuseeland bereisen (alle HdR Drehorte einmal ansehen), Ayers Rock sehen, Toronga Zoo und das Sydney Aquarium besuchen
  34. ein Buch veröffentlichen
  35. den Grand Canyon besuchen
  36. stolze Besitzerinnen einer Black Nose Sheep Herde sein (wer nicht weiß, was Black Nose Sheep sind, hat noch nie die wahre Flauschigkeit gesehen)
  37. den perfekten Lidstrich ziehen
  38. einmal auf eine Pazifikinsel mit türkisblauem Meer und weißem Strand
  39. einen Tag bei Menschen verbringen, die es wirklich gewagt haben, Erdmännchen als Privatperson zu halten
  40. Orcas in Norwegen zu sehen ( Sophie)
  41. am Hadrianswall entlangwandern
  42. einem Schnabeltier begegnen
  43. Schlittschuhlaufen in einer Winterlandschaft auf einem zugefrorenen See
  44. eine gut sitzende Latzhose besitzen und sie immer dann tragen, wenn man taffer sein möchte, als man sich gerade fühlt ( C.)
  45. in einem anderen Land zur Schule gehen ( Anika)
  46. (nochmal) nach Neapel und unglaublich viel essen (bis wir rollen!) – frittierte Pizza ❤
  47. St. Patriks Day in Irland feiern (so viel grün *.*)
  48. die Landschaften des Winnetou Filmsets in Kroatien besuchen
  49. einmal mit einem Schiff von Kiel aus ins Ausland reisen oder aus dem Ausland mit einer Fähre wieder in der Kieler Förde einlaufen ( L.)
  50. nach Wien fahren …und den Zoo anschauen
  51. einen Uhu in freier Wildbahn sehen (L. und ich haben da einen Sommer sehr viel Zeit investiert und waren nicht erfolgreich)
  52. Baarle- Nassau und Baarle-Hertzog besuchen, weil die Grenze zwischen Belgien und den Niederlanden dort nicht linear logisch verläuft, sondern sehr abstrus Häuser teilt und fleckenartig in diesen Städten verteilt ist (je nachdem wo deine Haustür ist- in dem Land lebst du und je nach Steuerlage haben Menschen dort früher ihre Haustüren verschoben)
  53. Fallschirmspringen
  54. Sushi lecker selbst machen können
  55. in Vancouver mindestens einen Monat verbringen und alle grünen Parks besuchen und die residente Orca Gruppe beobachten
  56. mir die Haare bunt färben und es danach bereuen ( C.)
  57. Südafrika mit den Pinguinen sehen (und ein Klischee Afrikabild machen von einer Giraffe und einem Baum bei Sonnenuntergang)
  58. Haare flechten lernen (so dass es richtig cool aussieht)
  59. ein Pun- Meister werden und unnötige Wortwitze in jeder Situation einbringen können (in möglichst vielen Sprachen für Maximierung des Publikums)
  60. Sprachen lernen (Norwegisch, Schwedisch, Italienisch?!)
  61. nach Israel reisen , weil man davon viel hört, aber nicht viel real erlebt hat
  62. die unterirdischen Städte von Cappadocia sehen
  63. Hallstadt im Winter besuchen
  64. den Jacobsweg entlangwandern
  65. eine Woche Urlaub in einem Wander-Wellnesshotel (gibt es sowas?!) mit verschiedenen Saunas und Whirlpool und tollen langen Trails

„Meeresleuchten“ auf Juist

Das sagenumwobene „Meeresleuchten“ wurde bereits 1870 in „20000 Meilen unter dem Meer“ durch Jules Verne als „Leuchtwürmchen“ beschrieben. In dem Buch „Die Wilde 13“ von  Michael Ende, dessen Erstausgabe 1962 erschien, soll ein Magnet im Barbarischen Meer der Auslöser des Meeresleuchtens sein. Erstaunlich finde ich, dass dies die einzigen beiden Erwähnungen in der (bekannten) Literatur sind, die von dem Phänomen überhaupt berichten. Das Meeresleuchten ist eigentlich so faszinierend, dass darüber ganze Roman geschrieben werden sollten, deren Seiten allesamt nach Sommer und Salz schmecken, wenn man nur genau zwischen den Zeilen liest.

Das Meeresleuchten habe ich bisher erst an einem Ort auf dieser Erde gesehen: auf der kleinen, ostfriesischen Insel Juist. Meine Familie fährt nun schon seit drei Generationen auf diese Insel und wenn im Sommer die Austernfischer auf dem Bioturm der Uni anfangen zu Tüt-Tüt-Tüt-en, dann fühlt es sich so an, als würde meine Seele in einen unaufhaltsamen Sog aus Urlaubserinnerungen gezogen werden. Im Wattenmeer sind die Austernfischer allgegenwärtig und seit ich geboren wurde, habe ich (fast) jeden Sommer drei bis fünf Wochen auf Juist gelebt. Der Ruf der Austernfischer ist für mich so eng mit der Insel verknüft, dass es reicht, ihn zwischen den Vorlesungen oder in der Unibibliothek zu hören und ich gerate in Ferienstimmung.

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Juist hat einen (im positiven Sinne) seltsamen Charme: Die Insel ist mit der Fähre erreichbar, aber auch nicht richtig gut, denn die Fährzeiten richten sich nach den Gezeiten. Autos sind verboten – mit Außnahme von Arzt, Rettungswagen und der Feuerwehr fahren alle Betriebe mit Kutschen. Die Inselkinder werden morgens mit der Kindergartenkutsche zum „Schwalbennest“ gefahren und wenn man ohne Fahrrad weitere Strecken zurücklegen möchte, so fahren die Pferdetaxis. Das Inselleben ist sehr beschaulich. Fahrradtouren, ein Besuch im gemütlichen Inselkino, Sonnen am Strand und lange Spaziergänge am Flutsaum bestimmen den Tagesrythmus der Urlauber.

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Für Teenager sind vier Wochen Juist (so sehr ich diese Insel auch liebe) grausam langweilig und so fängt man an sich entweder der Inseljugend, den Rettungsschwimmern oder den Windsurflehrern anzuschließen. Ich habe mich dem Windsurfen gewidmet und einige Sommer an der Surfschule mitgearbeitet. In der Cocktailbar „Café Del Mar“ an der Strandpromenade habe ich viele schöne Abende  gemeinsam mit dem Team der Live-Gitarrenmusik gelauscht und an einem dieser Sommerabende kam einer der anderen Surflehrer aufgeregt von einer kurzen „Raucherpause“ am Strand zurück: „Leute, das ist verrückt: Die Wellen leuchten!“ Mittlerweile bin ich der Meinung, ich hätte diese Aussage hinterfragen sollen, denn die Kombination mit der „Raucherpause“ ist eigentlich offensichtlich, aber die anderen aus dem Team waren schon aufgesprungen und auf dem halben Weg zum Strandabgang.

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Das „Meeresleuchten“ war an diesem einen Abend, dem ersten Abend, an dem ich das Phänomen beobachtet habe, so stark, dass man die Wellen leuchten sehen konnte, wenn man am Strandaufgang stand. Es war allesdings nur ein schwaches Glimmern in der Ferne, denn der Juister Strand hat nicht nur den feinsten Sand der Welt, sondern ist auch sehr, sehr breit. Wir sind also in einer Gruppe aus drei Surflehrern, mir und noch einem Mädchen aus unseren Fortgeschittenenkurs zur Wasserlinie aufgebrochen und wäre ich nicht so aufgeregt gewesen, hätte ich unglaublich über die Strandburgen geflucht, in die ich alle naslang hineingestolpert bin. Wir haben unsere Schuhe an einem der Türme der Rettungsschwimmer zurückgelassen und die Hosenbeine hochgekrempelt. Jeder Fußstapfen im feuchten Sand  hinterließ einen leuchtenden Abdruck in einem kalten Neonblau, der nach wenigen Sekunden wieder erlosch. Die ersten zehn Minuten haben wir damit verbracht, ganz fasziniert auf unsere Fußstapfen zu schauen und mit den Fingern das Wasser in den flachen Prilen zu durchwirbeln. Bis zu dem Moment wusste ich nicht, dass es leuchtendes Wasser wirklich gibt. Ich wusste nicht, dass das Leuchten harmlos ist – es hätte genausogut Atommüllwasser mit radioaktiven Fischaugen sein können, aber es sah einfach so wunderschön aus, dass es mir egal war!

Während ich noch damit beschäftigt war einen Pfad mit meinen leuchtenden Spuren im Sand anzulegen und die durchschnittliche Leuchtdauer zu bestimmen, zogen sich meine Kollegen bereits die Pullover über den Kopf. „Wir gehen jetzt baden, kommt ihr mit?“ Keiner von uns hatte Badekleidung dabei und so kam es, dass mein erst Mal Nachtbaden mit meinem erste Mal Nacktbaden und meinem ersten Mal Meeresleuchten zusammenviel. Ich versuchte mutig zu sein, zog mich rasch aus und legte meine Kleidung mit zu den Schuhen zum Rettungsturm (beim Baden in der Nordsee muss man aufpassen, dass einem bei Flut nicht irgendwann die Kleider wegschwimmen). Nachtbaden ist ein bisschen gruselig, weil man wirklich nicht viel sehen kann. Da das Meer vor Juist gefährlich ist und es eine starke Rippströhmung vor dem Strand gibt, wäre ich auch nie auf den Gedanken gekommen, dass ich ein Nachtbad irgendwann einmal ohne Furcht genießen würde. Aber mit meinen Kollegen um mich herum, von denen einer frenetisch „Ich bin ein Komet“ rief und beim Laufen durch das Wasser einen blau leuchtenden Schweif hinter sich herzog, fühlte ich mich sicher. Außerdem war das Meeresleuchten zu schön, um Angst zu haben. Es war eine warme Sommernacht und es gab keine Wolken, sodass ich den Sternenhimmel sehen konnte, als ich mich auf den Rücken ins Wasser gelegt habe. Die Sterne von oben und das Meer um mich herum in seiner ganzen funkelnden Pracht.

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Ich habe Meeresleuchten mittlerweile rund 10 Mal gesehen, verteilt auf 3 Sommer und leider habe ich (weil es zur Tradition wurde, bei Meeresleuchten baden zu gehen) meine Kamera nie mitgenommen, um den Versuch zu starten, das Phänomen einzufangen und es mit nach Hause zu nehmen. Daher bekommt ihr hier einen Link zu einem wunderbaren Video.

Ich habe den nächsten Tag damit verbracht das Internet (in dem einen Internet Café der Insel) nach einer Erklärung für das Meeresleuchten zu durchsuchen oder zumindest nach anderen Berichten. Was ich zu dem Zeitpunkt erfahren habe, ist, dass es sich um Dinoflagellaten handelt, die für die Biolumineszenz verantwortlich sind- mehr nicht.

Heutzutage bin ich Studentin der Biologie und Chemie und habe neue Informationen aus englischen Publikationen (die mich auch nicht mehr abschrecken können). Hier sind meine Grafiken zur Veranschaulichung:

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Die Grafiken sind alle selbst erstellt- falls ihr sie weiterverwenden möchtet (Schulunterricht, Hausarbeiten, Postkarten :P), bitte ich um eine kurze Email.

Wenn ihr auch einmal dem Meeresleuchten begegnen wollt: an der Nordseeküste kommt es im Sommer innerhalb von vier Wochen im Schnitt an drei Tagen vor. Manchmal ist es sehr, sehr schwach und man kann nur wenige Funken sehen und manchmal ist es genauso stark, wie in dem schönen Youtube Video.

Aber es ist jedes Mal besonders!CIMG2105

Die Chance auf Meeresleuchten erhöht sich übrigens, wenn ihr auf bestimmte Wetterphänomene achtet. Das Wasser muss einen hohen Sauerstoffgehalt aufweisen (zur Bildung der Dioxane essentiell wichtig), es muss also starken Wind gegeben haben (2-4 Tage vorher), damit viel Sauerstoff in das Wasser hineindiffundieren kann und die Wasserschichten (einigermaßen) gut durchmischt werden. Danach brauchen die Dinoflagellaten warmes Wetter und Sonne, sodass die Meeresleuchten- Nächte meist die schönsten Sommertage im Jahr sind.

Durftet ihr auch schonmal Meeresleuchten sehen? Wenn ja: wann und wo? Ich habe von einem der Kite-Lehrer eine wunderbare Geschichte über Meeresleuchten in Kombination mit kristallklarem Wasser in Kroatien gehört… Das würde ich gerne nochmal sehen!

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Wer ist die Neue?

Uns fehlt ein WG Mitglied, denn C. hat uns verlassen (die treuelose Tomate) um Italien, England und Irland (und evtl. die Niederlande oder Norwegen oder was ihr sonst noch einfällt) zu bereisen. Sie tingelt bis Oktober in der Weltgeschichte umher und schreibt uns jeder Woche eine Postkarte aus einer neuen Stadt (Felix der Hase lässt grüßen). Wir hatten uns alle Fragen für ein „C. Ersatz Casting“ bereits heraus gesucht und dann kam unverhofft die Neue: Julia!

„Julia, magst du dich einmal vorstellen?“

„Hallo ich bin Julia und ich kenne die WG schon ewig und L. noch länger. Ich freue mich sehr mit den Dreien zusammengezogen zu sein, denn ich darf hier schonungslos sein, wer ich bin. Ich liebe DIY- Projekte und ich habe tausend Ideen in meinem Kopf, aber nicht tausend Zeit. Ich bin gerne draußen und ich reise viel und ich arbeite gerne mit Kindern. Ich entdecke gerne und ich bin mehr Macher, als Denker.“

„Was ist dein Lieblingstier, dein Lieblingsbuch, dein Lieblingsessen und Lieblingslied?“

Hunde, „Das Orangenmädchen“ von Jostein Gaarder, Nudeln mit Tomatensoße, ich kann mich nicht entscheiden… Es gibt so viele tolle Lieder!

„Woher kennst du denn die WG, wenn ihr euch schon ewig kennt?“

„Ich kenne die WG schon länger, als sie eine WG ist. Mit L. bin ich zusammen aufgewachsen- der Rest ist irgendwann einfach da gewesen… Vorletztes Jahr im Winter haben mich die vier in Berlin besucht und wir waren gemeinsam auf einem Katzenjammer Konzert. Und letztes Jahr im Sommer war ich mit meiner Berliner WG in Kiel und wir haben zusammen Lagerfeuer gemacht und Lasertag gespielt.“

„Was ist das verrückteste, was du je getan hast?“

„Ich war in Berlin in einem Lost Place- das war ein altes Theater und habe nachts auf dem Dach gelegen und habe mir die Sterne angeschaut. Die meiste Zeit war nicht klar, ob das Dach hält und es war auch leicht verboten dort einzubrechen :D“

„Und wie kommt es, dass du hier eingezogen bist?“

„Ich habe L. Mutter auf der jährlichen WG- Party erzählt, dass ich dieses Jahr wieder nach Kiel ziehen werde und eine Wohnung suche. Daraufhin hat sie sich ganz nah zu mir gebaut und gesagt: „Erzähl das L. und Anika und C. und Sophie“. Ich habe sie verdutzt angeschaut und sie hat den Satz noch circa dreimal wiederholt und ist dabei immer näher an mich ran gegangen. Ich bin also zu Sophie gelaufen und die hat eine WG- Sitzung einberufen und unter Alkoholeinfluss ging dann alles sehr schnell und dann war der Untermietvertrag unterschrieben…“

„Welche Länder hast du alle schon bereist?“

„USA, Kanada, GB, Dänemark (viel), Österreich, Schweiz, Italien, Spanien, Frankreich, Niederlande, Belgien, Tschechien, Segeln auf der Ostsee“

„Gibt es in der WG Veränderungen, seitdem du eingezogen bist?“

„Ich habe Mülleimer mitgebracht, es gibt mittlerweile viele lebende Küchenkräuter, ich probiere einen Bokashieimer aus, ich kaufe viel beim Wochenmarkt ein, ich habe einen tollen Sitzsack aus Jeans genäht“

„Was sind deine Zukunftspläne?“

„Ich werde viele DIY Projekte machen und darüber in meinem Blog „Bio? Öko? Freak!“ berichten, ich werde studieren und arbeiten und einfach glücklich sein! Oh und ich werde bis Oktober mir den Hauspokal sicher :D“

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Julia- unser AustauschWGMitglied ist ab Oktober in gute Hände abzugeben. Wir behalten uns jedoch vor, sie bei schlechter Behandlung jederzeit wieder in unsere WG zurückzuholen. Wenn ihr also in Kiel studiert und Julia toll findet, dann könnt ihr euch bei uns bewerben, damit sie im Oktober bei euch mit einzieht.

Living the nerdy life

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Eine WG- mit Freundinnen aufzumachen ist besonders dann toll, wenn sie einen nicht nur in nerdigen Vorhaben unterstützen, sondern auch eigene Einrichtungsideen haben und umsetzen. Über unseren etwas anderen Putzplan in Form von Hausgläsern habe ich bereits berichtet, aber es gibt noch andere nerdige Kleinigkeiten bei uns in der Wohnung zu entdecken. Wer genau auf die Details achtet, kann Rainbowdash, Apple Pie, Flutter Shy und Twilight Sparkle entdecken, wie sie über und neben Türrahmen sitzen. Außerdem bewegen sich Mucklas frei in der Wohnung und lassen ab und zu Haargummis und Socken verschwinden.

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Das unsere Wohnung groß ist hatte ich auch schon erwähnt, aber sie ist so groß, dass wir einen zweiten Flur haben. Der Flur wird durch eine Gardine mit einer selbstgemalten Tardis vom Rest der Wohnung abgetrennt und die Katzen lieben es auf verschiedenen Seiten davon zu lauern und sich indirekt zu jagen.

Im Wohnzimmer haben wir nicht nur das Hogwartswappen an der Wand, sondern auch ein Mobillee von fliegenden Schlüsseln unter einem der Kronleuchter hängen. Passend dazu hat meine Mami noch Gardinen in dunkelrot mit Quidditchringen und einem goldenen Schnatz genäht- die hängen vor den beiden Fenstern.

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Über der Tür im C.s Zimmer hängt ein Reisigbesen (Marke Cleansweep®), für die Notfallflucht aus dem Fenster. Mein Zimmer wird durch einen großen Schrank abgegrenzt, durch den man erst hindurchsteigen muss, um mein Zimmer zu erreichen- willkommen in Narnia!Das Esszimmer wird langsam aber sicher mit Disney- Zitaten geschmückt- manchmal fühle ich mich beim Malen wie Rapunzel. Bisher ist ein Winnie Puh (Sometimes the smallest things take the most room in your heart) und ein Alice im Wunderland Zitat (I know who I was this morning, but I changed a few times since then) in Arbeit. Wir haben eine ganze Armee von Tinker- Bell Feenlichtern, die wir in der Wohnung und auf dem Balkon verteilen können, wenn uns danach ist. Tee und Keckse werden in einer Tardis-Teekanne und Tardis- Keksdose serviert.
Dadurch, dass C. und ich Chemie studieren, sind auch ein paar naturwissenschaftliche Gadgets nicht umgehbar: unser Duschvorhang ist das Periodensystem der Elemente (was das Auswendiglernen vereinfacht) und im Esszimmer hängt ein riesiges Whiteboard, das wir uns für das Lernen auf die Reaktionsmechanismen der organischen Chemie-Klausur gekauft haben. Mittlerweile nutzen wir das Whiteboard für WG- interne Absprachen (Einkaufsliste, Diätplan der Katzen, Ankündigungen) und als Dekoration zu Geburtstagen. Jeder bekommt zu seinem Geburtstag eine persönlich gestaltetes Whiteboard:

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Habt ihr auch schon nerdige DIY Projekte umgesetzt? Über weitere Anregungen würden wir uns sehr freuen!

Pottwale bei Andenes

Andenes ist eine Stadt am nördlichen Ende der Vesteralen und hat für die Walbeobachtung eine wichtige Bedeutung. Kurz vor der Küste gibt es ein Tiefseegebiet mit einer Tiefe von 1.000 Metern. Vor den Vesteralen kann man mit etwas Glück viele marine Säugetiere beobachten: Buckelwale, Schwertwale, Zwergwale, Grindwale, Schweinswale, Finnwale, Delfine und in Andenes – mit sehr hoher Erfolgsquote die Pottwale. In der Tiefsee gehen sie auf Jagd nach Kraken und Fischen, denn die Pottwale gehören zu der Unterordnung der Zahnwale und sind die größten bezahnten Säugetiere der Welt.

In Andenes habe ich zusammen mit H. und D. eine Walfsafari bei Hvalsafari AS gebucht und diese Fahrt sollte der krönende Abschluss von vier Wochen Norwegen werden. Wir hatten unsere Zelte auf einem Campingplatz in der Nähe aufgeschlagen und abends beim Zähneputzen unterhielt ich mich mit einer der anderen Familien, die dort auch zu Gast war. Natürlich auf Deutsch, denn in Norwegen am Rande der Welt, mitten im Nirgendwo findet man trotzdem deutsche Touristen. „Pass bloß auf dich auf- wir haben die Tour gestern gemacht und es war ein Albtraum.“, warnte mich die Mutter, „Es war kalt und windig und es gab soviel Seegang, dass uns allen übel geworden ist.“ Auf die Frage, ob die Übelkeit sich wenigstens gelohnt hätte, antwortete sie, dass sie zwar Wale gesehen hätten, aber nur ganz klein am Horizont. Ich ging mit einem mulmigen Gefühl in den Schlafsack. Richtig sicher war ich mir nicht, dass ich wirklich seefest bin. Ich hatte schon immer viel Spaß am Meer, bin viel gesurft, gesegelt und gerudert, aber die Kieler Förde ist ein ganz anderes Kaliber, als das Nordpolarmeer vor der Norwegischen Küste.

Am Tag der Safari packte ich mich in so viele Schichten ein, wie ich nur konnte und kaufte zur Sicherheit eine Tablette gegen Übelkeit. Wir hatten strahlenden Sonnenschein und eine nette Crew aus Biologen mit auf dem Schiff, die alle Fragen gerne beantworteten und sich mit uns über Studium und die Arbeit als Begleitung für Waltouren unterhielten. Meine Zweifel wegen des Seeganges verflüchtigten sich nach der ersten viertel Stunde. Ich hatte mir den besten Platz auf jedem Boot gesichert: vorne am Bug wo man das ganze, weite Meer überblicken kann. Ich weis nicht mehr, was aufregender war: die Gewissheit, dass überall tolle Tiere auftauchen konnten, oder der Seegang, der zwar sehr stark war, aber sich so wunderbar kribbeln anführte, wie die Schiffsschaukel im Hansapark anfühlte.

Bis zur Tiefsee dauerte es circa zwei Stunden in denen wir einen Papageientaucher und viele Sturmvögel sahen. Besonders die Sturmvögel hatten es mir angetan. Die eleganten Flieger mit den sanften Mandelaugen und den langen Flügeln begleiteten das Schiff während der gesamten Fahrt und ich hätte ihnen stundenlang zuschauen können.

Mit erreichen der Tiefsee schaltete der Kapitän das Unterwassermikrofon an und setzte sich große Kopfhörer auf, er sah ein bisschen aus wie ein DJ. Über die Echolot Klicklaute der Wale mithilfe derer sie ihre Beute ausfindig machen, navigierte er uns immer näher an die Tiere heran.In solchen Momenten kommen einem die wirklich wichtigen Fragen des Lebens:

Was ist wenn einer der Wale unter uns auftaucht? Was ist, wenn einer der Pottwale seinen Kopf als Rammbock gegen uns verwendet, wie der Wal, der in 20.000 Meilen unter dem Meer beschrieben wurde? Die Wale jagen doch Riesenkalmare, was wäre wenn einer der Wale einen mit nach oben bringt? Unter unseren Füßen (also ganz tief unter unseren Füßen) befanden sich die großen Tintenfische und bestimmt noch andere Tiefseelebewesen. Das machte mir ein mulmiges Gefühl im Magen und ich musste an die gruseligen Anglerfische denken.

Die Crew hielt angestrengt Ausschau nach den Walen und ich war doppelt glücklich um meinen Platz am Bug. Als der erste „Whale on the right“ Ruf erklang, brauchte ich einige Minuten um das Tier überhaupt zu identifizieren. Im Wellengang konnte man nicht viel vom Rücken sehen und der Wal schwamm sehr weit entfernt. Pottwale machen Tauchgänge von 30 bis 90 Minuten und zwischen den Tauchgängen verharren sie 5 Minuten reglos an der Wasseroberfläche und atmen. Als ich klein war dachte ich immer Wale kommen an die Oberfläche, atmen einmal und tauchen dann wieder ab. So wie die Pottwale das machen, ergibt das aber viel mehr Sinn.

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Der Blas der Pottwale hat einen charakteristischen 45° Winkel und ist somit gut zu erkennen (wenn man weis wonach man suchen muss). Der Kapitän navigierte uns langsam und sehr vorsichtig an das Tier heran und die Biologen erzählten uns die wissenschaftlichen Beobachtungen die sie an den Tauchgängen der Wale gesammelt haben. Wir kamen so nah an das Tier heran, dass die Oberflächenstuktur der Haut durch meine Kamera erkennbar war und das Blasloch mit bloßem Auge gut zu sehen war.

„Wenn der Kapitän „Dive“ ruft, dann nimmt der Pottwal seinen letzten Atemzug und macht dann einen Buckel um zu Tauchen. Pottwal heben die Schwanzflosse beim Abtauchen komplett aus dem Wasser heraus- das ist ein gutes Fotomotiv und hilft uns bei der Identifikation der Individuen in diesem Gebiet.“, erklärt uns einer der Biologen mit einem verwegenen Dreitagebart.

Insgesamt haben wir fünf Pottwale (auf der Tafel hatten sie drei Eingetragen, weil wir Helga mehrfach wiedergesehen haben) bei ihren Pausen und dem darauffolgenden Abtauchen begleitet. Der Pottwal, der in dem Bild oben zu sehen ist, ist Helge und er ist anhand des weißen Flecks eindeutig zu identifizieren. Vor der Norwegischen Küste im Nordpolarmeer leben nur Bullen, die weiblichen Tiere leben mit den Jungtieren zusammen in Tropen und Subtropen. P1010243

Die Walsafari dauerte 5-6 Stunden und ich kann sie wärmstens empfehlen. Zum einen ist die Crew des Schiffes wirklich freundlich und kompetent (der Kapitän hat viel Erfahrung und wir haben viele Tiere gesehen), zum anderen ist es einfach eine tolle Möglichkeit diese Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu erleben. Am Besten probiert ihr zunächst aus, ob Schiffsschaukeln euch im allgemeinen zusagen, bevor ihr euch auf eine Bootstour begebt. Und zieht euch richtig warm an, denn obwohl wir angeblich 16°C hatten, war der Wind eiskalt. Für mich war das auf jeden Fall ein grandioses Erlebnis, was das Geld wert war und mich sehr glücklich gemacht hat!P1010236

Süßkartoffel mit Feigen – Gourmetküche innerhalb von 40 Minuten

Normalerweise bin ich kein Fan von Süßkartoffeln, weil ich immer erwarte, dass sie nicht süß schmecken, sondern ein bisschen salzig. Aber dieses Rezept hat mich wirklich fasziniert, da der Geschmack der Süßkartoffeln mit der Säure des Balsamicos und des Ziegenkäses hervorragend harmoniert. Es handelt sich um ein israelisches Rezept, das das erste Mal bei einer guten Freundin probiert habe:

Backofen auf 240° C vorheizen und dann auf „rösten“ einstellen

  • 900g Süßkartoffeln (ungefähr zwei Große oder 3-4 Kleine)

Die Süßkartoffeln werden in Kartoffelecken große Stücke geschnitten und in eine große Schüssel gegeben.

  • 3 Esslöffel Olivenöl, 2 Teelöffel Salz und ein wenig Pfeffer…

…werden mit den Süßkartoffelstückchen vermengt, sodass alles Stückchen mit dem Öl-Gewürz-Mix benetzt sind. Die Kartoffeln werden auf dem Backblech verteilt, in den Ofen geschoben und circa 25 Minuten geröstet, bis sie schön weich sind.

  • 5 Lauchzwiebeln…

…werden mit etwas Olivenöl in der Pfanne bei mittlerer Hitze angebraten

  • 60 ml Balsamico- Essig, 30 g Zucker…

…werden in einem kleinen Kochtopf vermengt und kurz aufgekocht. Das Gemisch wird köcheln gelassen, bis soviel Wasser verdampft ist, dass die Konsistenz der von flüssigem Honig entspricht. Dann wird die Lösung abkühlen gelassen, die Konsistenz wird Zähflüssig.

  • Ziegenkäse und Feigen…

… in kleine Stückchen zerschneiden. Und alle Zutaten auf den Esstisch stellen. Jetzt kann sich jeder soviel nehmen, wie er möchte und was er möchte.

Der Ziegenkäse und die Feigen werden mit den Süßkartoffeln vermengt, die Lauchzwiebeln werden darüber gestreut und das Essen mit etwas Balsamico-Essig garniert (siehe Titelbild). Perfekt, lecker und schnell!

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